Unser KOnzept

 

Unsere Philosophie:

 

Alle Kinder sollen die Möglichkeit erhalten, sich im Sport weiter zu entwickeln und auszuprobieren. Die Freude am Sport und an der Bewegung soll geweckt und gefördert werden, die Neigungen der Kinder erkannt und respektiert.

 

Wenn im Folgenden von Ballschule gesprochen wird, ist explizit auch der Ballkindergarten als Teil der Ballschule gemeint.

 

Unsere Zielsetzung beinhaltet zwei Ansätze

 

1. Bewegung

Kinder bewegen sich zu wenig. Der Bewegungsradius von Kinder hat sich in den letzten Jahren immer weiter eingeschränkt. Auch die Möglichkeiten, die Kindern zur Verfügungen stehen, sich auszutoben und auszuprobieren, werden immer weniger. Die Gründe sind verschieden, reichen von fehlenden oder versperrten Kinderspiel- / Sportplätzen, Zeitmangel der Erziehungsberechtigten, Minimierung des Sportunterrichtes bzw. mangelnden Bewegungsmöglichkeiten in Kitas, fehlende finanzielle Mittelder Familien, eingeschränkte Bereitschaft von Freiwilligen sich in Vereinen zu engagieren, Platzmängel bei Sportstätten (Hallenkapazitäten) usw.

Viele Probleme können nur gemeinsam angegangen werden, weil sie gesellschaftlicher Natur sind, viele andere aber können durch Engagement, Mut und Unterstützung bewältigt werden.

Unser Ziel ist es, Kindern die Möglichkeit zu bieten, sich in Ballsportarten auszuprobieren, zu toben und ihre motorischen Fähigkeiten auszubilden und zu stärken. Dabei legen wir unter anderem Wert auf eine altersgerechte und entwicklungsgerechte Ausbildung der motorischen Grundeigenschaften (wie Beweglichkeit, Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Wahrnehmung Koordination), Bewegungsmangelerscheinungen sollen reduziert und ihnen vorgebeugt werden, Förderung der sozialen, emotionalen und kognitiven Entwicklung der Kinder durch Kontakt zu Gleichaltrigen, Kooperation und Kreativität der Kinder und Freiraum.

Es soll eine von Ballsportarten unabhängige Ausbildung (Grundausbildung) erfolgen sowie die Vermittlung von Werten und Einstellungen zu Umwelt und dem eigenen gesunden Körperbewusstsein. Eine Spezialisierung und Festlegung auf eine Sportart (z.B. Handball, Volleyball etc.) kann später in Angriff genommen werden, . Erst im Anschluss findet die sportspielspezifische Ausbildung statt.

 

 

Der zweite Ansatz der Ballschule zielt auf eine sportspielübergreifende Ausbildung der Kinder ab. Warum?

Eine Spezialisierung bzw. Festlegung der Kinder auf eine Ballsportart (z.B. Fußball) soll vermieden werden. Kinder wollen so Fußball spielen wie Messi, Handball wie Henz oder Körbe werfen wie Nowitzki (sicherlich auch aufgrund einer zielgerichteten Vermarktung und medialer Präsenz). Die Kinder rennen den Vereinen, vermehrt Fußballvereinen, die Bude ein, beginnen mit 3 oder 4 Jahren bereits mit diesem spielspezifischen Training, denn sie wollen Fußball, Handball oder eben Basketball spielen. Den Eltern wird suggeriert, dass ihre Kinder nur richtig gut werden können, wenn sie möglichst früh mit dieser einen Sportart beginnen. Diese dadurch entstandene Erwartungshaltung der Eltern, deren damit verbundene fehlende Offenheit für eine vielseitige Spielschulung, erstickt eine kindgerechte Ausbildung geradezu im Keim.

Dem wollen wir mit der Ballschule entgegenwirken. Einer vielseitigen Ballspielausbildung soll der Vorrang eingeräumt werden, die Ausbildung eines breiten motorischen Fundaments Rechnung getragen. Die Kinder sollen andere Spielsportarten kennenlernen, sie sollen sich aber nicht festlegen müssen. Das Lernen der Kinder soll im Vordergrund stehen nicht das Lehren der Ballsportarten. D.h. es soll nach dem Prinzip: „Vom Allgemeinen zum Speziellen“ den Kindern die Grundlagen und die Freude am Ballsport vermittelt werden. Die wesentlichen Grundlagen lassen sich im sportspielübergreifenden Zugang ausbilden, die zu einer allgemeinen Spielfähigkeit führt. Die sportspielgerichtete Ausbildung findet in strukturgleichen Spielen statt, damit die Kinder ihre Fähigkeiten erweitern und Spielerfahrungen sammeln können. Danach kann die sportspielspezifische Ausbildung anknüpfen und die leistungsbestimmenden Faktoren einer Sportart herausarbeiten. Dabei erfolgt eine Eingrenzung der Ballspiele auf Zielschussspiele, d.h. Handball, Basketball. (TV Losheim), Hockey, Fußball, doch auch andere Ballspiele sollen in die Ausbildung der Kinder mit einfließen (Volleyball als Rückschlagspiel). Somit sieht sich die Ballschule auch als Bindeglied zwischen den Sparten und zwischen den Ballsportarten im Allgemeinen.

Eine individuelle Betreuung in kleinen Gruppen von max. 15 Kindern wird angestrebt. Die Leitung der Gruppen sollen ausgebildete Übungsleiter übernehmen, Fortbildungen für Übungsleiter; interdisziplinare Zusammenarbeit bzw. Netzwerk (Sozialpädagogen, Kindererzieher, etc.) wird aufgebaut.

Zusammenarbeit mit weiteren Sparten des Vereins, wobei ganz klar herausgestellt wird, dass die Ballschule zwar ihren Fokus auch auf die Grundausbildung der Kinder legt, allerdings keine Konkurrenz zu bestehenden Sparten darstellt.

 

In diesem Zusammenhang folgendes Zitat: 

"Im Kontext sportlicher Aktivitäten, egal ob im individuellen oder Mannschaftssport, begegnen Kinder Herausforderungen, die solche des echten Lebens widerspiegeln. Kinder entwickeln Führungsqualitäten, Teamwork, Selbstdisziplin und Kooperation sowohl im Umgang mit Erfolg als auch Misserfolg. Wettbewerbsfähigkeiten, Sportgeist, Selbstvertrauen  und Resilienz werden verinnerlicht, zusätzlich um Anerkennen und Respektieren von Autorität. Sport bietet zudem die Möglichkeit, sich selbst zu testen, Vergleichsmöglichkeiten unter Gleichaltrigen sowie eine gesunde Wettbewerbshaltung, die die Entwicklung eines positiven, realistischen Selbstwertes, Selbstkonzeptes und mentaler Stärke ermöglichen. 

Jugendsport bietet zudem die Möglichkeit eines gesunden Ablassens von Druck und Ausleben von Energie udn kann auf viele Bereiche potenziell fördernd wirken. So unterstützt Sport Sozialisationsprozesse, die Ausbildung sozialer Kompetenzen sowie eines Zugehörigkeitsgefühls innerhalb der Familie und fördert die Entwicklung von Freundschaften und Respekt unter Gleichaltrigen jenseits von enggesteckten Statuszuordnungen und über ethnische Zugehörigkeiten hinweg. Zusätzlich zur Unterstützung individuellen körperlichen und psychischen Wachstums und Reife und dem Prägen lebenslanger gesunder Verhaltensmuster, bietet v.a. professionell betriebener Sport einmalige Karrieremöglichkeiten." (nach Tofler, Butterbaugh, 2005, S. 787 f. nach Übersetzung von Gudi-Mindermann)